Konica Minoltas Zukunftsstrategie 1/3: nachhaltiger Profit. Denn Gewinn ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für eine gute Zukunft. David Harsanyi über die drei strategischen Initiativen im Unternehmen – und warum das Zaubermittel „Partizipation“ heißt.
„So wie wir es die letzten Jahrzehnte gemacht haben, geht es halt nicht weiter.“ So bringt David Harsanyi, Head of Business Operations bei Konica Minolta Deutschland & Österreich, die Herausforderung auf den Punkt, vor der viele traditionelle Branchen stehen. Besonders im Bereich Drucken und Kopieren ist der Wandel durch die Digitalisierung unübersehbar. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, hat Konica Minolta beschlossen, sich weiterzuentwickeln und seine Zukunft aktiv zu gestalten. Dafür wurden drei strategische Initiativen ins Leben gerufen, die Lösungen für zentrale Herausforderungen entwickeln:
- Nachhaltigkeit und Profitabilität – Initiative „Drive for Profit“
- Kundenorientierung – Initiative „Market First“
- Empowerment, Collaboration & Innovation – Initiative “Future Culture”
Veränderung braucht Menschen, die mitmachen
Wie schafft man es, ein ganzes Unternehmen in Bewegung zu bringen? Für David Harsanyi ist die Antwort klar: durch möglichst breite Partizipation und bereichsübergreifende Zusammenarbeit.
„Es fehlt manchmal der Blick von jemandem, der fragt: Warum machst du das eigentlich so?“, erklärt Harsanyi. Das sei die spannendste Frage überhaupt. „Wir wollen den Schatz der Leute nutzen, die wissen, was sie tun – und ihnen die Chance geben, über den Tellerrand zu schauen.“
Die Highlights aus „Drive for Profit”
Vor wenigen Monaten startete Konica Minolta drei strategische Initiativen – hier gibt David Harsanyi einen ersten Einblick in die Initiative „Drive for Profit“.
Überraschende Talente entdecken
Harsanyi selbst moderiert die Initiative „Drive for Profit“. Betonung auf „moderiert“ – denn die wesentlichen inhaltlichen Impulse kommen von den zahlreichen Mitarbeiter*innen, die sich für die Teilnahme gemeldet haben. „Es gibt hier wirklich Leute, mit denen ich nie gerechnet habe, die mich völlig überraschen“, zeigt sich der Head of Business Operations begeistert.
Wie viel Profit ist nachhaltig?
Warum ist ausgerechnet „Profit“ ein zentrales Thema des Change-Prozesses? Weil Profit kein Selbstzweck ist, sondern Grundlage für Investitionen in die Zukunft – und oft mit sorgsamer Ressourcennutzung Hand in Hand geht. Gleichwohl stellt sich die Frage, wie viel Gewinn wirklich nötig ist und wie er verwendet wird, meint Harsanyi: „Wenn sich nur wenige bereichern, brennt mein soziales Herz.“ Es geht also um Balance – und darum, dass Erfolg allen zugutekommt.
Sollen wir lieber sparen oder investieren?
Statt mit dem Rotstift zu sparen, setzen die Teilnehmer*innen der Initiative auf kreative Lösungen: „Es geht um Transparenz, Verantwortung und Nachhaltigkeit.“ Beispiele? Unverbrauchte Materialien wiederverwenden, Müllverbrennung vermeiden und Prozesse verschlanken, die vom produktiven Arbeiten abhalten. Harsanyis Rat an andere Unternehmen: „Wer sich zu Tode spart, wird den nächsten Morgen nicht erleben.“
Was könnten kleinere Unternehmen tun, deren finanzieller Spielraum für Investitionen begrenzt ist? „Schmale Budgets heißen nicht, dass nichts weitergeht. Aber dann muss ich mich konzentrieren.“ Besonders für KMU ist das entscheidend: „Nicht jeder kann ein bisschen haben. Dieses Verteilen mit der Gießkanne führt nie zum Ziel.“ Besser: Fokus und klare Prioritäten.
Die strategische Initiative „Drive for Profit“ sendet eine klare Botschaft: Veränderung ist kein Feind, sondern eine Chance – wenn man sie gemeinsam angeht.
More to come: „Market First” und “Future Culture”
Wir haben auch die Moderator*innen der beiden weiteren strategischen Initiativen um einen ersten Einblick in ihre Arbeit gebeten – mehr dazu bald hier auf unserem Blog sowie auf unserem Linkedin-Kanal.