Konica Minolta und der Weiterverarbeitungsspezialist Horizon haben eine Vereinbarung zur Entwicklung eines neuen Produktions-Workflows unterzeichnet, der die Lösungen beider Unternehmen integriert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Druckdienstleistern eine nahtlosere Verbindung des Produktionsprozesses vom Digitaldruck bis zur Weiterverarbeitung zu ermöglichen und die Automatisierung sowie die Entlastung von Mitarbeitenden in Druckproduktionen voranzutreiben. Erste Einblicke in die gemeinsame Lösung werden auf der Horizon Smart Factory 2026 vom 4. bis 6. November 2026 in Japan präsentiert. 

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Anbindung von AccurioPro Flux an iCE LiNK von Horizon. AccurioPro Flux ist die Workflow-Software von Konica Minolta für den Produktionsdruck. iCE LiNK vernetzt Weiterverarbeitungssysteme mit den Workflow-Lösungen einer Druckerei, beispielsweise MIS- oder Prepress-Systemen. Dadurch lassen sich Auftrags- und Produktionsdaten transparent verfolgen, Maschinen automatisch entsprechend den Auftragsanforderungen einrichten und Materialflüsse effizient steuern. 

Im Rahmen des Projekts werden Auftragsinformationen und Anweisungen für die Weiterverarbeitung als Daten aus der Druckworkflow-Software AccurioPro Flux an iCE LiNK von Horizon übergeben. Dadurch entsteht ein Prozess, bei dem die Weiterverarbeitung bereits vorbereitet wird, bevor der Druck startet. Der Abschluss des Druckvorgangs dient anschließend als Signal für den Übergang zum nächsten Produktionsschritt. 

Von The Intelligent Press™ zu einem vernetzten Produktionsablauf 

Die Zusammenarbeit erweitert das Konzept hinter The Intelligent Press™ von Konica Minolta. Dabei handelt es sich um eine autonome Druckfunktion, die Druckbedingungen erkennt und Einstellungen automatisch anpasst. 

Parallel dazu entwickeln beide Unternehmen den Materialtransport zwischen den einzelnen Produktionsschritten weiter. Hierfür werden autonome mobile Roboter (AMR) und Hebehilfen von Horizon mit dem Hochleistungsstapler LS-507 von Konica Minolta kombiniert. Ziel ist eine flexible Automatisierung, die sich einfach an Veränderungen in Produktionsumgebungen und Anlagenlayouts anpassen lässt. 

Vorteile für Druckdienstleister 

Die Zusammenarbeit konzentriert sich gezielt auf jene Schnittstellen zwischen den Produktionsschritten, an denen häufig Zeitverluste und Kosten entstehen. Bereits im Workflow vorhandene Auftragsinformationen und Weiterverarbeitungsanweisungen werden als Daten direkt an die Weiterverarbeitung übergeben. Dadurch kann diese vorbereitet werden, bevor der Druck beginnt. Jeder Auftrag wird unmittelbar nach Fertigstellung des Drucks an den nächsten Prozessschritt übergeben. Gleichzeitig reduzieren sich manuelle Dateneingaben und potenzielle Fehlerquellen bei der Übergabe. 

Darüber hinaus wird ein autonomer Materialtransport entwickelt, der Druckprodukte entsprechend dem Produktionsfortschritt von der Druckmaschine zum nächsten Weiterverarbeitungsschritt befördert. Dies entlastet Mitarbeitende von körperlich belastenden und wiederkehrenden Transportaufgaben. Weniger Wartezeiten und manuelle Übergaben schaffen zusätzliche Freiräume für wertschöpfende Tätigkeiten und unterstützen Druckdienstleister dabei, ihre Produktionsprozesse weiter zu optimieren. 

„Im Druckbereich zählen Fachkräftemangel und immer kleinere Auflagen zu den zentralen Herausforderungen für die Produktivität des gesamten Print-Prozesses einschließlich der Weiterverarbeitung“, sagt Ines Wennemann, Senior Product Manager Professional Printing bei Konica Minolta Business Solutions Europe. „Konica Minolta treibt die Automatisierung im Druckprozess unter anderem mit Funktionen wie The Intelligent Press kontinuierlich voran. Durch die Zusammenarbeit mit Horizon erweitern wir diesen Ansatz auf den gesamten Produktionsablauf – vom Druck über den Transport bis hin zur Weiterverarbeitung. Gleichzeitig unterstreicht die Kooperation unser Bestreben, Lösungen weiter auszubauen, die Kunden dabei unterstützen, ihre Produktion zuverlässig und ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten.“ 

Tobias Fortströer, International Partner Manager EMEA der Horizon GmbH, ergänzt: „Diese Vereinbarung schafft den Rahmen, um unsere Kompetenz in der Weiterverarbeitung mit den Drucktechnologien von Konica Minolta zu verbinden. Durch die durchgängige Vernetzung von Druck und Weiterverarbeitung wollen wir Produktionsumgebungen schaffen, die jederzeit leistungsfähig bleiben und Kunden ermöglichen, sich auf Tätigkeiten zu konzentrieren, die menschliche Expertise erfordern. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir den vernetzten Workflow schrittweise weiterentwickeln und so mehr Flexibilität und Effizienz in der Druckproduktion unterstützen.“ 

Innovation in der Praxis 

Besucher der Horizon Smart Factory 2026 erleben, wie eine vernetzte Druckproduktion in der Praxis funktioniert. Druck- und Weiterverarbeitungssysteme werden dort mit MIS-/ERP-Lösungen, Prepress-Systemen, Druck-Workflows, Transport- und Automatisierungstechnologien sowie der Nutzung von Produktionsdaten verbunden. 

Im Mittelpunkt stehen die Digitaldrucksysteme AccurioPress C14010S und AccurioPress C8100. Letzteres ist mit The Intelligent Press™ ausgestattet, einer autonomen Druckfunktion, die Druckbedingungen erkennt und Einstellungen automatisch anpasst. 

Auf Basis von Kunden- und Besucherfeedback werden Konica Minolta und Horizon den integrierten Workflow kontinuierlich prüfen und weiterentwickeln. Durch die Kombination der Technologien und des Know-hows beider Unternehmen soll eine flexible und skalierbare Smart Factory entstehen, die Drucksysteme, Transportlösungen und Weiterverarbeitungssysteme datenbasiert miteinander verbindet und so zu höherer Produktivität, geringerem Personalaufwand und einer Entlastung von Mitarbeitenden in Druckproduktionen beiträgt. 

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