Die Einführung von KI ist letztlich weniger eine Technologie- als eine Organisationsfrage. Erfolgreich werden jene Unternehmen sein, die nicht nur neue Werkzeuge implementieren, sondern Arbeitsabläufe, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen konsequent neu ausrichten.
Bereits heute entwickelt sich die Rolle von Maschinenbedienern vom manuellen Ausführen einzelner Arbeitsschritte hin zur Überwachung ganzer Produktionssysteme und zum Management von Ausnahmen. Gleichzeitig gewinnen Fähigkeiten wie Markenverständnis, farbkritische Anwendungen, Veredelungsdesign, Kundenberatung, kreative Problemlösung und die Beurteilung der Produktionsmachbarkeit an Bedeutung.
Druckereien differenzieren sich immer mehr durch Personalisierung, Spezialanwendungen, Veredelung, Premiumverpackungen und integrierte Marketinglösungen. Daher werden menschliche Kreativität und Beratungskompetenz sogar wichtiger.
Letztlich wird die Produktionsumgebung der Zukunft hochgradig automatisiert sein und über kleinere, aber besser qualifizierte und digital kompetentere Teams verfügen. Wettbewerbsvorteile werden dort entstehen, wo sich KI-gestützte Effizienz mit menschlichen Stärken wie Kreativität, Urteilsvermögen, Anpassungsfähigkeit, Kundenverständnis und strategischem Denken verbindet.